Sonntag

Wo Fische den Frieden suchen, kommen wir

Letzte Nacht hab ich vom Ozean geträumt. Von tiefen Seen und Fischen, fast so groß wie du. Ein Leben dahinter. Etwas wie Glück als du neben mir lagst. Die Seelen waren wie zwei schlagende Herzen
 Wie man nur alles ausblenden kann, ist mir schleierhaft. Ich sah dich in deiner Tiefe und spürte alles. Bis zur Ernüchterung. Täler, die grüner nie waren. Es waren Vögel, die sangen. Ich bereue, nie offen gewesen zu sein für alles Schöne. Alles, was euch betrifft. 
Wenn ich hörte, dann fühlte ich es. Wie du da warst und mich ansahst. Weil alles Falsch war, gab es Logik und Sinn. Obwohl es Momente gab in denen es befremdlich wurde. Ich schwamm die Leere in mir weg, so gut wie es ging. 
Alle Unglücklichen erschienen verzweifelt. 
Ein leiser Aufschrei ging unter in einer Welle. Wie blau das Meer war, so blau, so blau wie Porzellan. 
Die Schale neben mir spiegelt sich im Fenster und ich lache. Wie konnte ein Mensch nur so wirr sein? Dass die Tiefe hinüber ging und der Spiegel sank. 
Manchmal dachte ich mir, dass es gut war, dass du nie da warst. Wie vermag ich oft zu träumen nur von dir. Woraus bestand dieser Wille, der mich trug? Nicht fort wie der Wind. Eher so leise und schleichend wie deine Zunge, die das Eis berührt. Langsam und stetig in der Mittagshitze verlor es sich in dir. Wurde eins mit dir und Stille erbrach sich am Horizont. 
Weil Weiß nie trübt, wenn es schäumt, ja, weil es war der Grund der Welt. 
Schau einmal in die Welt und versuch nicht die Fische zu fangen. 
Wie verbleibst du?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen